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Niedersächsische Justizministerin Frau Barbara Havliza besuchte das Amtsgericht Vechta und die Justizvollzugsanstalt Vechta

Justizministerin Barbara Havliza hat am 26. Juli 2018 – erstmalig seit Ihrer Ernennung zur Niedersächsischen Justizministerin – das Amtsgericht sowie die Justizvollzugsanstalt in Vechta besucht.

Der Besuch des Amtsgerichts war für die Ministerin eine Rückkehr zu ihren beruflichen Anfängen im Justizdienst, war sie doch als Proberichterin im Jahr 1990 beim Amtsgericht Vechta tätig. Die Ministerin informierte sich in einem Gespräch mit der Behörden- und Geschäftsleitung des Amtsgerichts sowie der örtlichen Richter- und Personalvertretung über den baulichen Zustand des Gebäudes und die personelle Situation im Gericht. Bei einem Rundgang durch das Gebäude zeigte die Direktorin Mechthild Beckermann der Ministerin unter anderem den vor zwei Jahren eingerichteten Justizservice - eine zentrale Anlaufstelle für Publikum im Erdgeschoß des Amtsgerichts. „Der Justizservice hier beim Amtsgericht Vechta ist ein gutes Beispiel dafür, wie man den Zugang zur Justiz für die Bürgerinnen und Bürger vereinfachen und besonders kundenfreundlich gestalten kann“, so die Justizministerin. „Die Umsetzung ist wirklich gut gelungen.“

Bei dem Besuch der Justizvollzugsanstalt Vechta erläuterte der Leiter Rainer Karsten der Ministerin insbesondere den Jungtätervollzug für junge erwachsene Männer, der sich deutlich von dem Strafvollzug für Jugendliche und ältere Männer unterscheidet. „Dieses Konzept des Strafvollzuges für junge Erwachsene, die noch gute Veränderungschancen für ein straffreies Leben nach der Haft haben, ist in der Bundesrepublik einzigartig“, so Karsten. Insbesondere werde viel Wert gelegt auf eine gute schulische und berufliche Ausbildung sowie auf Einzel- und Gruppenmaßnahmen, die die psychischen Ursachen der Straffälligkeit behandeln.

Ministerin Havliza zeigte sich zudem beeindruckt von der Arbeitshaltung der Bediensteten der Justizvollzugsanstalt Vechta. „Trotz der gestiegenen Anforderungen durch Gefangene aus anderen Kulturen und der wachsenden Zahl psychisch stark belasteter Gefangener verrichten die Bediensteten ihre Arbeit mit großer Professionalität und viel Engagement“, so die Ministerin.

Zum Abschluss betonte Herr Karsten, dass die 1904 gebaute Justizvollzugsanstalt sich baulich an den neueren Justizvollzugsanstalten in Niedersachsen orientieren müsse, um auch in den kommenden Jahrzehnten einen erfolgreichen Strafvollzug in Vechta zu ermöglichen. Wichtig sei dabei, dass die Anzahl der Haftplätze in Vechta erhalten bleibe.

Zum Abschluss ihres Besuches sagte die Ministerin: „Ich freue mich, dass das Amtsgericht und die Justizvollzugsanstalt als sehr gut funktionierende Einheiten in der Region akzeptiert und gut eingebunden sind. Sie leisten einen außerordentlich wichtigen Beitrag zum Rechtsfrieden und zur Sicherheit für die Bevölkerung.“


Foto mit den drei Personen Havliza, Beckermann, Karsten vor dem Eingang des Amtsgerichts  

Justizministerin Havliza (Mitte) mit Direktorin des Amtsgerichts Beckermann und dem Leiter der JVA Vechta Karsten

Foto mit vier Personen vor dem Haupteingang  

Justizministerin Havliza (2. v.l.) mit Dir'inAG Beckermann (2. v.r.), Dr. Stephan Siemer, MdL (rechts), und JAR Rolfes (links)

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