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Kommende Termine in Strafsachen ab dem 03.06




Terminvorschau für die Presse

für den Zeitraum 03.06.2024 bis 07.06.2024

(Angaben ohne Gewähr)



Öffentliche Sitzungen der Strafgerichte und

der Schöffen- und Jugendgerichte

04.06.2024,

9:00 Uhr, Saal B-138

Fortsetzungstermine:

06.06.2024

9:00 Uhr, Saal B-138

20.06.2024

9:00 Uhr, Saal B-138

Das Schöffengericht verhandelt eine Anklage wegen des Verdachts des bandenmäßigen Betrugs in zwei vollendeten und einem versuchten Fall.

Die Angeklagten sollen sich mit anderen, zum Teil gesondert verfolgten Mittätern zu einer Bande zusammengeschlossen haben, um durch die Begehung von Betrugsstraftaten zum Nachteil abergläubischer russischsprachiger Menschen ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Einem weiblichen Mitglied der Bande („Elsa“) soll dabei die Aufgabe zugekommen sein, sich gegenüber dem Opfer jeweils telefonisch als Heilerin oder Wahrsagerin auszugeben. Ihre Aufgabe soll es gewesen sein, einerseits ein Vertrauensverhältnis zu dem Opfer aufzubauen, andererseits aber auch das Opfer dazu zu bringen, durch Spenden hoher Geldbeträge, durch Ankauf vermeintlich okkulter Gegenstände oder durch die vermeintliche Bezahlung kostenpflichtiger okkulter Dienstleistungen drohenden Schaden von sich selbst, ihren verstorbenen und noch lebenden Angehörigen abzuwenden. Ein anderes weibliches Mitglied der Bande („Tatjana“) soll sich als Chefin von „Elsa“ ausgegeben haben und gegen weitere Barzahlungen der Geschädigten die Rückzahlung der bereits überwiesenen bzw. übergebenen Beträge in Aussicht gestellt haben.

Einer der beiden Angeklagten soll als sogenannter „Abholer“ dafür zuständig gewesen sein, Geldbeträge in Empfang zu nehmen. Der andere Angeklagte soll als sogenannter „Logistiker“ der Bande als Fahrer des „Abholers“ fungiert und die Abholung der Gelder kontrolliert und überwacht haben.

Die geschädigte 64-jährige Frau soll der Bande insgesamt in etwa 160.000 € übergeben und überwiesen haben. 56.000 € dieses Betrags soll der angeklagte „Abholer“ entgegengenommen haben, nämlich einmal 23.000 € in bar am 19.12.2023 bei einem Supermarkt in Goldenstedt und einmal 33.000 € in bar am 21.12.2023 bei einem Schnellrestaurant in Vechta.

Bei einer weiteren – diesmal durch die Polizei begleiteten – Geldübergabe am 19.01.2024 bei dem Schnellrestaurant in Vechta, bei dem die Geschädigte nach dem Plan der Bande weitere 72.000 € übergeben sollte, sind die beiden Angeklagten festgenommen worden. Sie befinden sich seitdem in Untersuchungshaft.

Die Anklage stützt sich unter anderem auf die Angaben des angeklagten 42-jährigen „Abholers“. Dieser soll für seine Dienste jeweils mit geringen Geldbeträgen zwischen 100 € und 500 € abgefunden worden sein. Er hat angegeben, den Umschlag mit dem Geld jeweils dem „Logistiker“ übergeben zu haben. Er hat weiter angegeben, drogenabhängig zu sein und bereits in Russland und Weißrussland Haftstrafen verbüßt zu haben. Der Verbleib des Geldes ist unbekannt.

Der angeklagte 49-jährige „Logistiker“ hat keine Angaben gemacht. Er soll während der Tatausführung mit einem weiteren, gesondert verfolgten Mittäter telefonisch Kontakt gehabt haben.

Bitte beachten Sie:

Sitzungen können aus vielfältigen Gründen kurzfristig ausfallen!

Kontakt:
Pressesprecher des Amtsgerichts
Herr Vogt








Artikel-Informationen

erstellt am:
24.05.2024

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